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Open Pattern Tool for Higher Education Research and Practice

Jigsaw (Gruppenpuzzle) zur Lesekompetenz

Die Jigsaw-Methode ist eine aktivierende Lernmethode in der Lerngruppen aufgeteilt werden und sich die Inhalte von Texten selber erarbeiten und diese für andere aufbereiten. Der Lernstoff wird somit mehrfach wiederholt und verfestigt.

  • Autor/in: Finja Huckfeldt
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Problem

 

Studierende verarbeiten den zu lernenden Stoff (insbesondere Texte) nicht bzw. nicht gründlich genug, sodass in den Lehrveranstaltungen nicht damit gearbeitet werden kann und somit in der Folge nicht auf dieses Wissen zurückgegriffen werden kann.

Der Grund für die Entwicklung meiner Maßnahme war:

  • Akutes Defizit bzw. akuter Konflikt
  • Vorweggenommene Herausforderung

Lösung

Die Jigsaw-Methode oder auch „Gruppenpuzzle“ ist eine aktivierende Lernmethode von Elliot Aronson, in der Lerngruppen auf eine bestimmte Weise kooperieren und der Lernstoff mehrfach wiederholt und gefestigt wird.

Zusammenfassung in einem Satz

Details

Vorab wird der Text in verschiedene, sinngemäße Abschnitte gegliedert oder Kapitel aus dem Lehrbuch ausgewählt Im besten Fall muss die Anzahl der Textabschnitte der Anzahl der Stammgruppenmitglieder entsprechen. Die Studierenden werden in Stammgruppen (3-6 Personen pro Stammgruppe) eingeteilt. Dies geschieht entweder zufällig oder nach Kriterien. Anschließend wird der gesamte Text in den verschiedenen Stammgruppen aufgeteilt, allerdings erhält jedes Mitglied der Stammgruppen nur einen anderen Abschnitt dieses Textes bzw. ein anderes Kapitel. Nach erfolgreichen Lesen und Verstehen des Textabschnitts in Einzelarbeit, trifft man sich in seiner ExpertInnengruppe. Es finden sich also alle Studierenden zusammen, die den gleichen Textabschnitt (das gleiche Kapitel) gelesen haben. Dort spricht man gemeinsam über diesen Textabschnitt, klärt Verständnisschwierigkeiten und entwickelt schließlich eine Strategie, die eigene Gruppe (Stammgruppe) über dieses Textes zu informieren. Folglich finden sich alle Studierenden wieder in ihrer Stammgruppe zusammen und jede Expertin bzw. jeder Experte präsentiert den Inhalt seines Textabschnittes (bzw. Kapitel) und klärt Verständnisfragen.

Meine Maßnahme steht in Verbindung mit dem klassischen Format (oder mehreren)

  • Seminar
  • Übung
  • Projekt
  • Praktikum

Meine Maßnahme hat primär damit zu tun:

  • Studierende methodisch darin zu unterstützen, sich Inhalte (allein oder in der Gruppe) anzueignen, diese zu verstehen, anzuwenden, weiterzuentwickeln, selbst zu generieren etc.

Meine Maßnahme hat zur Forschung schwerpunktmäßig folgende Beziehung:

Digitale Medien spielen in meiner Maßnahme

  • Keine nennenswerte Rolle, weil es sich primär um Präsenzlehre handelt.

Eingesetzte digitale Anwendungen in meiner Maßnahme fördern primär:

  • Rezeptive Aktivitäten (dienen dem Lesen, Anschauen, Zuhören)

Kontext

Die Maßnahme ist entstanden und hat sich bewährt an einer:

  • Universität
  • Fachhochschule
  • Dualen Hochschule
  • Pädagogischen Hochschule

Meine Maßnahme ist in folgender Disziplin (oder mehreren) zu verorten:

  • Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften
  • Ingenieurwissenschaften
  • Sozialwissenschaften
  • Geisteswissenschaften
  • Lehrerbildung
  • Rechtswissenschaft
  • Kunst, Design-Wissenschaften
  • Medizin (inkl. Gesundheitswissenschaften)
  • Explizit interdisziplinäre Bereiche
  • Sonstiges

Die Zielgruppe meiner Maßnahme besteht primär aus

  • Studieninteressierten
  • Studienanfängern
  • Fortgeschrittenen Studierende im Bachelor (oder ersten Studienabschnitt)
  • Studierende am Ende des Bachelorstudiums (oder ersten Studienabschnitts)
  • Studierende am Ende des Masterstudiums (oder zweiten Studienabschnitts)
  • Doktoranden oder Postdocs
  • Sonstiges

Folgen

Es entsteht eine gegenseitige Verantwortlichkeit
Studierende müssen die Texte lesen, damit diese in den ExpertInnengruppen die anderen Gruppenmitglieder informieren kann. Viele Studierende fühlen sich durch diese Lernform motiviert. Bei Verständnisproblemen bekommen die Studierenden Unterstützung von ExpertInnengruppen durch andere Studierende- Die Lehrkraft hat Zeit einzelne Gruppen zu unterstützen (z.B. Impulse geben). Studierende hegen manchmal die Befürchtung, dass sie ihren KommilitonInnen ggf. falsches Wissen vermitteln.

Kräfte

Einzelne Lernende geben an, sich die Inhalte lieber alleine aneignen zu wollen
Übertragung der Verantwortlichkeit für das Lernen und die Präsentation des Stoffs an die Studierenden

Welche widersprüchlichen Anforderungen spielen in Ihrer bewährten Lehrpraxis eine Rolle?

  • Lernen durch Zuhören/Lesen/Zusehen und Lernen durch eigenes Tun
  • Individuelles und soziales Lernen
  • Fachliche und überfachliche Kompetenzentwicklung

Beispiele/ Weiterführende Informationen

Dokumente

Links

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