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Open Pattern Tool for Higher Education Research and Practice - PatternPool ISSN 2628-829X

PowerPoint-Karaoke zum Einbinden der Studierenden in die Vorlesung

PowerPoint-Karaoke stellt die Vorlesung auf den Kopf, indem die Studierenden die Folien der Lehrenden unvorbereitet präsentieren.

Metadaten

  • Autoren/-innen: Ivo van den Berk
  • Mentoren/-innen: Finja Huckfeldt
  • DOI: Keine DOI zugeordnet
  • ISSN: 2628-829X
  • CC-Lizenz: CC-BY (Bearbeitung erlaubt unter Namensnennung)
  • Zitiervorschlag:
    Ivo van den Berk (2018): PowerPoint-Karaoke zum Einbinden der Studierenden in die Vorlesung. PatternPool. doi: noch nicht zugeteilt.

Problem

Bei der Vorstellung von Konzepten, Theorien und Modellen ist es mitunter schwer sicherzustellen, dass die Studierenden die Konzepte auch für sich selbst richtig erfasst haben. Manchmal ist es auch einfach nur ziemlich langweilig, wenn einer redet und alle anderen „nur“ zuhören dürfen.

Anlass für die Entwicklung meiner erprobten Lehrpraxis war:

  • Persönliches professionelles Anliegen
  • Sonstiges

Lösung

Bei der PowerPoint-Karaoke werden die Folien der/des Lehrenden von (einzelnen) Studierenden vorgestellt, obwohl sie die Inhalte noch nicht kennen und nicht vorbereitet sind.

Zusammenfassung in einem Satz

Details

Die Studierenden versprachlichen das, was sie auf den Folien sehen, so wie es für sie in dem Augenblick Sinn macht. Die Zuhörenden werden aktiv mit einbezogen, widersprechen, fragen nach oder erläutern selbst ihr Verständnis der Folie. Ggf. stellt die Lehrperson, die i.d.R. lediglich zurückhaltend moderiert, weiterführende Fragen, berichtigt oder ergänzt.

Das Pattern ist erprobt worden in:

  • Vorlesung
  • Seminar
  • Übung
  • Projekt
  • Praktikum
  • Vorkurs

Meine Lösung hat primär damit zu tun:

  • Inhalte für die Studierenden auszuwählen, anzuordnen, darzustellen, zu erklären, (digital) aufzubereiten, interaktiv zu machen etc.
  • Studierende methodisch darin zu unterstützen, sich Inhalte (allein oder in der Gruppe) anzueignen, diese zu verstehen, anzuwenden, weiterzuentwickeln, selbst zu generieren etc.
  • Dass ich als Lehrender mit den Studierenden in Kontakt komme und in Interaktion trete (Feedback, Kommunikation etc.)
  • Die Lehrorganisation zu verändern, die für die Beziehung zwischen Inhalten, Studierenden und mir als Lehrender von Bedeutung ist.

Meine erprobte Lehrpraxis steht zur Forschung in folgender Beziehung:

  • Keine

Digitale Medien spielen in meiner Lösung:

  • Keine nennenswerte Rolle (bspw. primär Präsenzlehre).

Das Pattern fördert primär:

  • Übende Aktivitäten (dienen dem Ausprobieren, der Routinebildung etc.)

Kontext

Das Pattern ist erprobt worden an:

  • Universität
  • Fachhochschule
  • Dualen Hochschule
  • Pädagogischen Hochschule
  • Sonstiges

Das Pattern ist in folgender Disziplin (oder mehreren) zu verorten:

  • Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften
  • Ingenieurwissenschaften
  • Wirtschafts- und Sozialwissenschaften
  • Geisteswissenschaften
  • Lehrerbildung
  • Rechtswissenschaft
  • Kunst- und Design-Wissenschaften
  • Medizin (inkl. Gesundheitswissenschaften)
  • Explizit interdisziplinäre Bereiche
  • Sonstiges

Die Zielgruppe des Patterns besteht primär aus:

  • Studieninteressierten
  • Studienanfängern
  • Fortgeschrittenen Studierenden im Bachelor (oder im ersten Studienabschnitt)
  • Studierenden im Masterstudium (oder im zweiten Studienabschnitt)
  • Doktoranden oder Postdocs
  • Sonstiges

Folgen

Verbesserung des Unterrichtsklimas und Steigerung des wertschätzendes Verhalten von Studierenden und Lehrenden. Das „laute Denken“ aller Beteiligten zeigt, wie und was sie verstanden haben und wo noch Unklarheiten bestehen. Die Hürde, Rückfragen zu stellen oder der Vorstellung zu widersprechen sinkt. Aktive Beteiligung, Präsentations- und Sozialkompetenzen werden gefördert.
Studierende können das Gefühl haben, dass sie bloßgestellt werden. Es muss darauf geachtet werden, dass keine Angst bei den Studierenden ausgelöst wird.

Kräfte

Erwartungshaltungen in Vorlesungen: Die Lehrenden lesen, die Studierenden hören zu.
Ansprüche an Vollständigkeit und Richtigkeit des Vorgestellten.

Welche widersprüchlichen Anforderungen spielen in Ihrer bewährten Lehrpraxis eine Rolle?

  • Lernen durch Zuhören/Lesen/Zusehen und Lernen durch eigenes Tun
  • Individuelles und soziales Lernen
  • Fachsystematische und lernsystematische Vorgehensweisen

Beispiele/ Weiterführende Informationen

Links

  • Es wurden keine Links hinterlegt.

Dokumente/ Anhänge

  • Es wurden keine Anhänge hinterlegt.

Weiterführende Literatur

Es wurde keine weiterführende Literatur angegeben.

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