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Vorreiter in Gruppendiskussionen

Um in größeren Gruppen ein ausgewogenes Verhältnis der Wortbeiträge herzustellen, werden für eine Gesprächsrunde sog. Vorreiter bestimmt. In der nächsten Runde werden dann jeweils andere Personen als Vorreiter eingeteilt. So kommt jede/r zu Wort und es wird vermieden, dass Einzelne die Diskussion bestimmen, während andere sich gar nicht beteiligen.

  • Autor/in: Mareike Bartels
  • Mentor/in: 
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  • ISSN: 
  • Zitiervorschlag: 

Problem

 

In Gruppendiskussionen (bspw. im Rahmen einer Morgenrunde*) kann es schwierig sein, ein ausgewogenes Verhältnis zwischen den Wortbeiträgen herzustellen, sofern das Ziel ist, dass alle zu Wort kommen. Manche beteiligen sich nie, andere dominieren die Diskussion, wieder andere sind gänzlich unvorbereitet, wenn sie spontan aufgerufen werden, sich zu beteiligen.

Der Grund für die Entwicklung meiner Maßnahme war:

  • Bestehendes bzw. strukturelles Problem

Lösung

Zusammenfassung in einem Satz

Details

Vor Beginn der Diskussion wird das geplante Vorgehen erläutert. Es werden Teilnehmende als Vorreiter bestimmt, bspw. jede/r Dritte, die in dieser Gesprächsrunde einen Beitrag leisten sollen. Die Teilnehmenden sitzen nach Möglichkeit so, dass sie einander ansehen können. Die Lehrperson achtet auf den zeitlichen Rahmen, sofern er vorher vereinbart wurde.

Meine Maßnahme steht in Verbindung mit dem klassischen Format (oder mehreren)

  • Seminar
  • Übung

Meine Maßnahme hat primär damit zu tun:

  • Dass ich als Lehrender mit den Studierenden in Kontakt komme und in Interaktion trete (Feedback, Kommunikation etc.)

Meine Maßnahme hat zur Forschung schwerpunktmäßig folgende Beziehung:

  • Keine

Digitale Medien spielen in meiner Maßnahme

  • Keine nennenswerte Rolle, weil es sich primär um Präsenzlehre handelt.

Eingesetzte digitale Anwendungen in meiner Maßnahme fördern primär:

  • Rezeptive Aktivitäten (dienen dem Lesen, Anschauen, Zuhören)

Kontext

Im Seminar- oder Übungskontext einzusetzen, wenn die Teilnehmerzahl ein Maß übersteigt, bei dem es im gegebenen Zeitrahmen für jede/n möglich wäre, in jeder Runde einen eigenen Beitrag zu leisten (>7). Vorreiter bieten sich besonders dann an, wenn mit der gleichen Gruppe mehrere Diskussionsrunden stattfinden sollen und entsprechend absehbar ist, wie viele Vorreiter für jede Runde bestimmt werden können, sodass im Tages- oder Seminarverlauf jede/r einmal zu Wort kommt.

Die Maßnahme ist entstanden und hat sich bewährt an einer:

  • Universität

Meine Maßnahme ist in folgender Disziplin (oder mehreren) zu verorten:

  • Explizit interdisziplinäre Bereiche

Die Zielgruppe meiner Maßnahme besteht primär aus

  • Studieninteressierten
  • Studienanfängern
  • Fortgeschrittenen Studierende im Bachelor (oder ersten Studienabschnitt)
  • Studierende am Ende des Bachelorstudiums (oder ersten Studienabschnitts)
  • Studierende am Ende des Masterstudiums (oder zweiten Studienabschnitts)
  • Doktoranden oder Postdocs

Folgen

Durch die systematische Strukturierung der Gesprächsrunde ist jederzeit für alle Teilnehmenden klar, wer wann zu Wort kommt, dass allen ein vergleichbar großer Redeanteil eingeräumt wird und keine/r zu kurz kommt. Enthaltungen, Wiederholungen und/oder zu umfangreichen Wortbeiträgen kann so vorgebeugt werden. Die Situation ist für die Lehrende besser zu bewältigen, da nicht Einzelne gebremst und andere zum Reden aufgefordert werden müssen. Es muss jedoch auf den Zeitrahmen und auf die Fortführung der Methode in der nächsten Runde geachtet werden.

Kräfte

• Zeitkontingent: Der zeitliche Rahmen für die Gesprächsrunden ist begrenzt, deshalb kann nicht jede/r jedes Mal einen ausführlichen Beitrag leisten.
• Gruppendynamik: Wenn der Rahmen gänzlich offengelassen würde, könnten manche das Gespräch dominieren, während andere es ganz vermeiden, etwas zu sagen.
• Gesprächsbarrieren: Scheu und Angst vor dem Sprechen in der Runde sollen durch die klare Strukturierung der Kommunikationssituation niedrig gehalten werden.

Welche widersprüchlichen Anforderungen spielen in Ihrer bewährten Lehrpraxis eine Rolle?

  • Selbst- und Fremdorganisation

Beispiele/ Weiterführende Informationen

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