Zum Ende des Projekts hat Patternpool zur ersten Pattern-Konferenz eingeladen. „Family & friends“ waren eingeladen und ein Teil der Community: Autor*innen, Mentor*innen, interessierten Hochschuldidaktiker*innen und Lehrende – Erfahrene wie Neugierige – waren der Einladung gefolgt. Der Idee war, zum einen die Geschichte des Patternpools von der ersten Idee im Jahr 2009 über drei verschiedene Projekte bis heute Revue passieren zu lassen. Zum anderen wollten wir Erreichtes zu feiern, indem wir die im Projekt entwickelten, bewährten Formate (bis auf das Schreiben) nochmal erleben und nutzen. (Hier gehts zum Programm.)
Vor allem sollte es ein Community-Erlebnis an einem musterhaften Ort werden – und das ist gelungen!
Der musterhafte Ort
Die Bildungswerkstatt der TH Köln bot einen wirklich passenden Rahmen, nicht zuletzt, weil verschiedenste Raumlösungs-Patterns ganz einfach aufgebaut werden konnten: der Halbkreis mit Abstelltischen, mobile Gruppentische, eine Pattern-Erlebnis-Area mit einem Pool-Tisch mit Sitzgelegenheiten, einem Literatur-Stand, einem begehbaren Pattern-Reflexions-Parcours usw.



Das Community-Pattern-Erlebnis
„Ich möchte endlich wissen, was es mit diesen Patterns auf sich hat“, wünschte sich eine neugierige Teilnehmerin zu Beginn. Ihr Resümee am Ende: „Es steckt viel mehr drin, als ich dachte und es geht tiefer, als man denkt … man muss dabei sein, um es zu erfahren!“ Damit war diesmal gar nicht das Pattern schreiben gemeint, sondern das Denken mit der Patternbrille, zum Beispiel im Pattern Mining-Workshop. Die meisten Teilnehmenden waren wieder einmal erstaunt, wie schnell man in einen tiefen Austausch über Themen der Lehre und damit an den Erfahrungsschatz der anderen kommt. Jede*r von uns nahm ein paar neue Impulse und Ansatzpunkte für die eigene Lehr- und hochschuldidaktische Praxis mit – und wenn es nur darum ging, eine Herausforderung tiefer verstanden und wirkende Dynamiken („Wirkkräfte“) besser durchleuchtet zu haben. #



In einem Workshop zu „müffelnden“ Patterns („Patterns smells“ angelehnt an „Code smells“) schärfte Christian Kohls, Projektleiter des StIL-Projekts, für alle nochmal den Blick, was gute und stimmige Patterns ausmacht. Es gibt ja so viel, das man verkehrt machen kann … ! Aber das Tolle ist: dafür gibt es nun eine Visualisierung und beschreibende Worte! Im Writers Workshop – unserem kollegialen Review-Format – konnten anhand von drei Patternentwürfen gleich die neuen Erkenntnisse im Feedback angewendet werden. Es wurde wieder deutlich, WIE knifflig es ist, Lösungen treffend zu beschreiben. Nicht, weil die Worte fehlen, sondern weil die Realität so komplex und vielschichtig ist und nur die wesentlichen Aspekte einer Herausforderung und einer Lösung in der Beschreibung abstrahiert und verdichtet werden sollen.
Wir stellen fest: Unsere erste Patternkonferenz war ein echtes, bereicherndes Community-Erlebnis und die „andere Arbeitsweise“ (so eine Lehrende aus den Ingenieurwissenschaften), das gemeinsame Lernen, egal, wie lange man schon mit Pattern zu tun hat, fasziniert jedes Mal aufs Neue.

Wir waren so begeistert von unserem Konferenzformat, dass wir im März 2027 gern wieder zur Patternkonferenz laden möchten. Vielleicht bist Du nächstes Mal dabei?
Vivian, Ivo, Ulrike, Christian und Marit
