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Open Pattern Tool for Higher Education Research and Practice - PatternPool ISSN 2628-829X

Eigenständige Themenerarbeitung in wechselnden Gruppen

Die Jigsaw-Methode ist eine aktivierende Lernmethode, in der Lerngruppen aufgeteilt werden und sich die Inhalte von Texten selber erarbeiten und diese für andere aufbereiten. Der Lernstoff wird somit mehrfach wiederholt und verfestigt.

Metadaten

  • Autoren/-innen: Sarah Peper
  • Mentoren/-innen: Ivo van den Berk
  • DOI: Keine DOI zugeordnet
  • ISSN: 2628-829X
  • CC-Lizenz: CC-BY (Bearbeitung erlaubt unter Namensnennung)
  • Zitiervorschlag:
    Sarah Peper (2018): Eigenständige Themenerarbeitung in wechselnden Gruppen. PatternPool. doi: noch nicht zugeteilt.

Problem

Studierende verarbeiten den zu lernenden Stoff (insbesondere Texte) nicht bzw. nicht gründlich genug, sodass in den Lehrveranstaltungen nicht damit gearbeitet werden kann und somit in der Folge nicht auf dieses Wissen zurückgegriffen werden kann.

Anlass für die Entwicklung meiner erprobten Lehrpraxis war:

  • Akutes Defizit bzw. akuter Konflikt
  • Vorweggenommene Herausforderung

Lösung

Die Jigsaw-Methode oder auch „Gruppenpuzzle“ ist eine aktivierende Lernmethode von Elliot Aronson, in der Lerngruppen auf eine bestimmte Weise kooperieren und der Lernstoff mehrfach wiederholt und gefestigt wird.

Zusammenfassung in einem Satz

Details

Vorab wird der Text in verschiedene, sinngemäße Abschnitte gegliedert oder Kapitel aus dem Lehrbuch ausgewählt Im besten Fall muss die Anzahl der Textabschnitte der Anzahl der Stammgruppenmitglieder entsprechen. Die Studierenden werden in Stammgruppen (3-6 Personen pro Stammgruppe) eingeteilt. Dies geschieht entweder zufällig oder nach Kriterien. Anschließend wird der gesamte Text in den verschiedenen Stammgruppen aufgeteilt, allerdings erhält jedes Mitglied der Stammgruppen nur einen anderen Abschnitt dieses Textes bzw. ein anderes Kapitel. Nach erfolgreichen Lesen und Verstehen des Textabschnitts in Einzelarbeit, trifft man sich in seiner ExpertInnengruppe. Es finden sich also alle Studierenden zusammen, die den gleichen Textabschnitt (das gleiche Kapitel) gelesen haben. Dort spricht man gemeinsam über diesen Textabschnitt, klärt Verständnisschwierigkeiten und entwickelt schließlich eine Strategie, die eigene Gruppe (Stammgruppe) über dieses Textes zu informieren. Folglich finden sich alle Studierenden wieder in ihrer Stammgruppe zusammen und jede Expertin bzw. jeder Experte präsentiert den Inhalt seines Textabschnittes (bzw. Kapitel) und klärt Verständnisfragen.

Das Pattern ist erprobt worden in:

  • Seminar
  • Übung
  • Projekt
  • Praktikum

Meine Lösung hat primär damit zu tun:

  • Studierende methodisch darin zu unterstützen, sich Inhalte (allein oder in der Gruppe) anzueignen, diese zu verstehen, anzuwenden, weiterzuentwickeln, selbst zu generieren etc.

Meine erprobte Lehrpraxis steht zur Forschung in folgender Beziehung:

Digitale Medien spielen in meiner Lösung:

  • Keine nennenswerte Rolle (bspw. primär Präsenzlehre).

Das Pattern fördert primär:

  • Rezeptive Aktivitäten (dienen dem Lesen, Anschauen, Zuhören)

Kontext

Das Pattern ist erprobt worden an:

  • Universität
  • Fachhochschule
  • Dualen Hochschule
  • Pädagogischen Hochschule

Das Pattern ist in folgender Disziplin (oder mehreren) zu verorten:

  • Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften
  • Ingenieurwissenschaften
  • Wirtschafts- und Sozialwissenschaften
  • Geisteswissenschaften
  • Lehrerbildung
  • Rechtswissenschaft
  • Kunst- und Design-Wissenschaften
  • Medizin (inkl. Gesundheitswissenschaften)
  • Explizit interdisziplinäre Bereiche
  • Sonstiges

Die Zielgruppe des Patterns besteht primär aus:

  • Studieninteressierten
  • Studienanfängern
  • Fortgeschrittenen Studierenden im Bachelor (oder im ersten Studienabschnitt)
  • Studierenden im Masterstudium (oder im zweiten Studienabschnitt)
  • Doktoranden oder Postdocs
  • Sonstiges

Folgen

Es entsteht eine gegenseitige Verantwortlichkeit
Studierende müssen die Texte lesen, damit diese in den ExpertInnengruppen die anderen Gruppenmitglieder informieren kann. Viele Studierende fühlen sich durch diese Lernform motiviert. Bei Verständnisproblemen bekommen die Studierenden Unterstützung von ExpertInnengruppen durch andere Studierende- Die Lehrkraft hat Zeit einzelne Gruppen zu unterstützen (z.B. Impulse geben). Studierende hegen manchmal die Befürchtung, dass sie ihren KommilitonInnen ggf. falsches Wissen vermitteln.

Kräfte

Einzelne Lernende geben an, sich die Inhalte lieber alleine aneignen zu wollen
Übertragung der Verantwortlichkeit für das Lernen und die Präsentation des Stoffs an die Studierenden

Welche widersprüchlichen Anforderungen spielen in Ihrer bewährten Lehrpraxis eine Rolle?

  • Lernen durch Zuhören/Lesen/Zusehen und Lernen durch eigenes Tun
  • Individuelles und soziales Lernen
  • Fachliche und überfachliche Kompetenzentwicklung

Beispiele/ Weiterführende Informationen

Links

  • Es wurden keine Links hinterlegt.

Dokumente/ Anhänge

  • Es wurden keine Anhänge hinterlegt.

Weiterführende Literatur

Es wurde keine weiterführende Literatur angegeben.

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